Marte Meo
Die Idee von Marte Meo. Etwas aus eigener Kraft erreichen.
Marte Meo bedeutet in der Übersetzung aus dem Lateinischen: etwas aus eigener Kraft erreichen. Dies ist die Grundidee des videogestützten Beratungsangebotes zur Entwicklungsförderung in Alltagssituationen, das von der niederländischen Pädagogin Maria Aarts entwickelt wurde.
Mit Hilfe von Filmaufnahmen können Eltern und auch professionell Betreuenden Informationen zum Entwicklungsstand ihrer Kinder oder Klienten aufgezeigt werden und wie sie diese bei der Ausbildung - bei älteren Menschen der Erhaltung - sozialer, emotionaler und auch kommunikativer Fähigkeiten gezielt fördern und unterstützen können. Durch das Zeigen emotional berührender Bilder können darüber hinaus liebevolle Gefühle, Zuneigung und Bindung angeregt und verstärkt werden.
Insbesondere Menschen „mit besonderen Bedürfnissen“ (Maria Aarts), die es aufgrund von Behinderungen oder entwickelter Verhaltensauffälligkeiten schwer haben, ihre Ressourcen zu entfalten, können von dieser speziellen Form der Entwicklungsunterstützung profitieren.
Durch die Aussagekraft der Bilder ergänzt mit Informationen zu entwicklungsförderndem Verhalten werden Veränderungsprozesse angeregt. Es eröffnen sich „Einsichten“, die den Menschen ihre eigene Kraft bewusst machen und sie motivieren, diese verstärkt einzusetzen.
Die Stärken von Marte Meo. Die Kraft der Bilder nutzen.
Es werden „Ein-Sichten“ in Interaktions- und Kommunikationsabläufe vermittelt, die im Alltagsgeschehen so differenziert nicht möglich sind. Kurze Alltagsmomente können längere Zeit auf dem Bildschirm stehen bleiben und intensiv aufgenommen werden.
An Ressourcen anknüpfen.
Das Zeigen von „guten Bildern“ macht die vorhandenen Ressourcen bewusst und unterstützt den Aufbau eines positiven Selbstbildes. Aus diesem heraus kann die eigene Kraft verstärkt genutzt werden.
Wichtige Informationen sichtbar machen.
Fähigkeiten und Entwicklungsbedürfnisse können im Film aufgezeigt und von den Beteiligten selbst erkannt werden. Positive Veränderungen im Laufe des Prozesses werden konkret sichtbar. Der sich entwickelnde „Marte Meo Blick“ ist auch in Situationen ohne Kamera hilfreich.
Übertragbarkeit auf unterschiedliche Arbeitsfelder und Kulturen.
Menschen jeden Alters, vom Neugeborenen bis zum dementen alten Menschen, in unterschiedlichsten sozialen Bezügen, von der Familie bis zur vollstationären Unterbringung - sie alle können von Marte Meo profitieren. In mittlerweile 35 Ländern weltweit (Stand 2009), auch in den sogenannten Entwicklungsländern wird erfolgreich damit gearbeitet.
Wen wollen wir ansprechen?
Ansprechen möchten wir alle Fachkräfte, die in pädagogischen, psychologischen, medizinisch-therapeutischen, pflegerischen und / oder sozialen Arbeitsfeldern tätig sind, die mit Eltern, Kindern und Jugendlichen arbeiten. Die Menschen mit Beeinträchtigungen oder Behinderungen betreuen und versorgen oder alte Menschen pflegen und unterstützen. Das kann in der Familie, Kindertagesstätte, Schule, Erziehungsberatung, Behinderteneinrichtung, Frühförderung, Heimerziehung, Senioreneinrichtung u. ä. sein.

